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«Unsere Rolle ist es, die Menschen für das Thema Vorsorge zu sensibilisieren.»
Er gehörte bei der letzten Wahl zu den Ersatzleuten. Mittlerweile zählt er zu den Arbeitnehmervertretern im AVENA-Stiftungsrat. François Jager stürzt sich mit Leidenschaft in seine neuen Aufgaben bei AVENA. Diese sind für ihn eine willkommene Ergänzung zu seiner Arbeit bei Leclanché.
Wie sind Sie in den Stiftungsrat von AVENA gekommen?Wir hatten unsere eigene Pensionskasse bei Leclanché. 2022 beschlossen wir, einer Vorsorgestiftung beizutreten. Nach eingehender Prüfung verschiedener Offerten entschieden wir uns für AVENA. Ich hatte mich bereits bei der Pensionskasse meines Arbeitgebers engagiert, nachdem einer meiner Kollegen mich davon überzeugt hatte, wie wichtig eine gute Verwaltung der 2. Säule ist. Als mich Francis Bouvier dann auf die Stiftungsratswahlen ansprach und mir sagte, es bräuchte noch Arbeitnehmervertreter, habe ich mich zur Wahl gestellt. Vom Ersatzmann wurde ich dann im letzten Juli zum vollwertigen Stiftungsratsmitglied.
Was war ausschlaggebend für Ihren Entscheid?Die Überzeugung, dass die paritätische Verwaltung in der beruflichen Vorsorge äusserst wichtig ist. Das Mitwirken im AVENA-Stiftungsrat ist für mich die natürliche Fortsetzung meiner vierjährigen Amtszeit in der Pensionskasse meines Arbeitgebers. Die Berufsvorsorge ist zwar nicht mein Spezialgebiet, doch es hat mir Spass gemacht, mich in die Materie einzuarbeiten. Ich finde es wichtig, sich mit der 2. Säule zu befassen. Dennoch stelle ich immer wieder fest, wie wenig Interesse die Leute dafür aufbringen. Zudem ist es eine Bereicherung für mich, auf einem Gebiet tätig zu sein, das sich so stark von meiner täglichen Arbeit unterscheidet.
Können Sie uns mehr über Ihren beruflichen Werdegang sagen?Ich arbeite seit zwölf Jahren bei Leclanché. Als Vice President Operation Support bin ich für Spezialprojekte verantwortlich und direkt dem CEO unterstellt. Zuvor war ich längere Zeit im Bereich Einkauf und Lieferkette des Unternehmens tätig. Ich hatte nach meinem Master-Abschluss an der Toulouse Business School einen MBA mit Schwerpunkt Supply Chain Management an der Arizona State University absolviert. Meine Karriere begann ich bei Alcatel, zuerst in den USA und später am Hauptsitz in Paris. Und dann platzte die Dotcom-Blase. Daraufhin habe ich mich neu orientiert. Ich zog in die Schweiz und stiess zur IMD Business School.
Was hat Sie in Ihrem ersten Jahr im AVENA-Stiftungsrat besonders beeindruckt?Die gute Zusammenarbeit unter den Stiftungsratsmitgliedern. Ich bin mitten in einer Amtsperiode zu einem gut eingespielten Team gestossen. Daher ist es an mir, mich zu integrieren. Ich bin Mitglied der beiden Ausschüsse Marketing-Kommunikation und Immobilien. Beide Themen liegen mir, weil man dabei weit in die Zukunft schauen und die Vorsorge aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann. Im Bereich Immobilien finde ich es z. B. sehr interessant zu untersuchen, wie sich eine Stadt oder ein Quartier entwickelt. Dies gibt Aufschluss darüber, wo es interessante Investitionsgelegenheiten gibt. Diese Herangehensweise unterscheidet sich grundlegend vom Vorgehen einer Privatperson, die sich bei der Auswahl einer Immobilie mehr von Gefühlen leiten lässt. In Sachen Marketing und Kommunikation schätze ich den Austausch mit den anderen Ausschussmitgliedern als wertvolle Ergänzung zu Internet und IT, für die ich eine gewisse Affinität habe.
Was ist Ihrer Meinung nach für die Vorsorge wichtig?Es scheint mir wichtig, die Versicherten für die Bedeutung der Vorsorge zu sensibilisieren. Im Gespräch mit Kollegen fällt mir immer wieder auf, dass sich die meisten erst ab 55 für das Thema interessieren. Ich verstehe, dass man sich zu Beginn des Berufslebens nicht ständig mit dem Thema befassen kann oder will. Viele Menschen, die mitten im aktiven Leben stehen, sehen den Ruhestand als eine Art Niederlage. Doch genau in diesem Lebensabschnitt können wir noch etwas für unsere Vorsorge tun und die Höhe unserer Rente beeinflussen. Leider verdrängen viele den Gedanken an die Pensionierung. Und plötzlich werden sie sich bewusst, wie gering ihre Rente ausfallen wird. Daher gehört es auch zu unseren Aufgaben, das Konzept der Vorsorge allgemein verständlich zu erklären. Eine weitere Herausforderung ist die Verwaltung der Vorsorgeguthaben angesichts der Entwicklung der Finanzmärkte in einem angespannten geopolitischen Umfeld. Bei AVENA haben wir strikte Regeln zur Steuerung der Risiken. Ausserdem verfolgen wir einen sehr langfristigen Ansatz.
Worauf werden Sie bei der Kommunikation besonders achten?Es ist wichtig, dass wir unsere Informationen mit Beispielen veranschaulichen. Bei Leclanché haben wir anlässlich des Wechsels zu AVENA ganz konkret über die Vorzüge dieser Pensionskasse informiert. Mehrere Mitarbeitende waren positiv überrascht.
Womit beschäftigen Sie sich sonst noch?Ich bin sehr oft mit dem Velo unterwegs und praktiziere den Kampfsport Krav-Maga. Ich handwerke gerne und spiele in der Freizeit Gitarre.
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