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Das Wichtigste auf einen Blick: Entdecken Sie unsere Ergebnisse 2024 und schauen Sie, was die Vorsorgestiftung AVENA im letzten Jahr bewegt hat.
2024 war für uns ein gutes Jahr, was sich in unseren Ergebnissen widerspiegelt und zu einem Deckungsgrad von 109,3% geführt hat. 2024 war auch das Jahr, in dem unser neuer Stiftungsrat seine Funktionen aufgenommen hat. Zudem haben wir unsere Informationsabende weitergeführt, an denen wir unseren Versicherten die Funktionsweise der 2. Säule näherbringen.Mehr darüber erfahren Sie im Geschäftsbericht 2024 unserer Vorsorgestiftung AVENA.Inhalt• Mitteilung der Präsidentin• Die Stiftung auf einen BlickGovernance• Stiftungsrat• Interview mit Catherine VogtSoziales• Unternehmen und Versicherte• Informationsabende für die VersichertenKennzahlen• Konjunkturentwicklung 2024 • Kennzahlen der letzten Jahre• Anlagen per 31. Dezember 2024• Bilanz per 31. Dezember 2024• Betriebsrechnung
Viel Spass bei der Lektüre!
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>Dominique Blanchard, Vorsitzender der Anlagekommission
AVENA will künftig einen Teil des verwalteten Vermögens in Nachhaltigkeitsthemen investieren. Was sind die Gründe für diese Anpassung der Anlagestrategie?
Ich würde nicht von einer Anpassung, sondern von einer Weiterentwicklung der Vermögensbewirtschaftung der Stiftung sprechen. Seit einigen Jahren bewegen wir uns Schritt für Schritt hin zu diesem Thema, das wir nicht als Modeerscheinung, sondern als langfristigen Trend betrachten. Zum Beispiel mit unserem Entscheid von 2022, unser Portfolio aus ESG-Perspektive analysieren zu lassen und damit in Erfahrung zu bringen, wie wir bei den Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien abschneiden. Diese Kriterien werden für die extra-finanzielle Analyse im Rahmen des verantwortungsbewussten Investierens herangezogen. Wir erhielten die Note A-. Mit dem aktuellsten Entscheid können wir noch einen Schritt weiter gehen: Einen Teil unseres Portfolios werden wir künftig aktiver verwalten.
Wie wurde der dafür vorgesehene Betrag festgelegt?
Dieser Entscheid betrifft nur einen Teil des verwalteten Vermögens, rund 3% bis 4%. Wir wollen uns aktiv am Übergang zu einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen Wirtschaft beteiligen und gleichzeitig unsere Verpflichtungen als Pensionskassenverwalterin wahrnehmen, das heisst die Altersguthaben unserer Versicherten auf lange Sicht optimal verwalten.
Welcher Ansatz wurde für diese Anlagen gewählt?
Unsere ESG-Strategie entwickelten wir in Zusammenarbeit mit unserer Haupt-Vermögensverwalterin, der BCV. Bisher priorisierten wir Ansätze wie Ausschlüsse. Damit werden Investitionen in Unternehmen oder Themen vermieden, die mit bestimmten Normen oder Werten unvereinbar sind, zum Beispiel Kohle oder Pornografie, und die Anlagen in fossile Brennstoffe werden reduziert. Dies verhindert Investitionen mit einer negativen Wirkung. Durch den kürzlichen Entscheid zugunsten thematischer Anlagen im Nachhaltigkeitsbereich investieren wir nun in Unternehmen, die mit ihren Lösungen dazu beitragen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) der UNO-Agenda 2030 zu erreichen. Angestrebt wird somit eine positive Wirkung. Beispiele sind Akteure in Bereichen wie erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Bildung oder Armutsreduktion.
Hat dieser Entscheid Auswirkungen auf die Gesamtstrategie des Portfolios?
Unsere Portfoliostrategie wird von einer langfristigen Vision geleitet, vom Anspruch der Stabilität, der uns davor bewahrt, kurzlebigen Trends und Modethemen nachzugehen. Indem wir nun einen Teil unseres Vermögens in dieses Thema investieren, ändern wir unsere Strategie nicht, sondern setzen sie fort.
Was bedeutet das für die Versicherten?
Mit unserem Entscheid wollen wir unsere Anlagen diversifizieren und damit das Risikomanagement optimieren. Eine solche Diversifizierung erhöht tendenziell auch die Robustheit eines Portfolios in einem komplexen Umfeld. Wie bisher werden wir das Umfeld, in dem wir uns weiterentwickeln, laufend analysieren. Auch künftig werden wir Entscheide erst nach einer umfassenden Prüfung aller Anlageoptionen fällen – damit wir die Renditen erzielen, die für eine erfolgreiche Verwaltung unserer Stiftung und für einen qualitativ guten Ruhestand unserer Versicherten notwendig sind.
Finanzergebnisse 2024
AVENA hat das Geschäftsjahr mit einem Deckungsgrad von 109.1% (ungeprüft) und einer Rendite von 7.92% abgeschlossen.
Ihre Bilanzsumme beläuft sich auf CHF 2,9 Milliarden.
Der Stiftungsrat hat beschlossen, das Sparguthaben 2024 mit 3,25% – dem zulässigen Maximum – zu verzinsen. Der Deckungsgrad der Stiftung beläuft sich damit auf 109,4%.
Die AVENA-Versicherten kommen somit in den Genuss einer deutlich über dem BVG-Mindestzinssatz (1,25%) liegenden Verzinsung, wodurch ihre Vorsorgeguthaben sich verbessern.
Diese jährliche Verzinsung stellt nur die Spitze des Eisbergs dar. Sie ist das Ergebnis eines umfassenden Massnahmenpakets, welches AVENA ergriffen hat, um ihren Fortbestand sicherzustellen.
Der Stiftungsrat ist einhellig der Ansicht, dass AVENA mit dieser Strategie langfristig bessere Ergebnisse erzielen und die Zukunft der Stiftung sichern wird.
Masszahlen für die berufliche Vorsorge ab 1. Januar 2025
Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat die Masszahlen im Bereich der beruflichen Vorsorge für 2025 veröffentlicht.Sie können Sie folgendem Link entnehmen.
➔ Mehr Infos
Unsere AVENA-Karte mit den Kennzahlen der beruflichen Vorsorge 2025 ist nun verfügbar.Sie können die Karte im Kreditkartenformat bei uns bestellen, indem Sie das unten stehende Kontaktformular ausfüllen.Bitte vermerken Sie im Feld «Nachricht»: Bestellung AVENA-Karte «Kennzahlen berufliche Vorsorge» sowie Ihre Lieferadresse und die gewünschte Anzahl.
E-Mail:info@lpp-avena.ch
>Bruno Chappuis, Senior Sports Rights Manager, Europäische Rundfunkunion
Warum wollten Sie Teil des Stiftungsrats werden?Aufgrund meines Werdegangs in der beruflichen Vorsorge – ich habe unter anderem für PPCmetrics gearbeitet, ein Beratungsunternehmen für institutionelle und private Investoren – engagiere ich mich seit 2017 in der Pensionskasse der Europäischen Rundfunkunion. Als wir im September 2019 entschieden, uns AVENA anzuschliessen, wollte ich mich aktiv an der Stiftung beteiligen und meine Erfahrung einbringen. Und ich wollte, dass die Europäische Rundfunkunion (EBU) im Stiftungsrat repräsentiert ist.
Welche Aufgaben haben Sie im Stiftungsrat?Aufgrund meiner Tätigkeit bei der EBU wurde ich sofort für die Marketing- und Kommunikationskommission vorgeschlagen. Seit Mai bin ich Vorsitzender dieser Kommission, da mein Vorgänger François Pugliese den Vorsitz der Waadtländer Handels- und Industriekammer (CVCI) übernommen hat. Dank meiner langjährigen Erfahrung in der beruflichen Vorsorge konnte ich auch in der Anlagekommission Einsitz nehmen. Ausserdem bin ich in meiner Eigenschaft als Arbeitnehmervertreter Vize-Präsident des Stiftungsrats.
Welche Herausforderungen erwarten Sie?Ich sehe vor allem zwei Herausforderungen. Zum einen die Kommunikation. Die 2. Säule wurde von Spezialisten für Spezialisten entwickelt. Die Kommunikation rund um die 2. Säule ist daher sehr bzw. zu technisch. Wir müssen den Versicherten die Bedeutung der beruflichen Vorsorge vermitteln, indem wir unsere Kommunikation für alle zugänglich machen, z. B. durch die neuen Kommunikationskanäle. Es hat uns sehr überrascht, dass sich Anfang 2024 erst 25% der Versicherten mit der sicheren Online-Plattform von AVENA verbunden hatten. Wir haben in der Schweiz ein sehr solides 3-Säulen-System. Wir müssen unsere digitale Kommunikation weiter personalisieren und die Nachrichten individueller gestalten. Das ist wie bei der Verbreitung von Sportinhalten: Es reicht heute nicht mehr, eine Sportveranstaltung einfach zu übertragen. Man muss sie durch personalisierten Content in den sozialen Medien interaktiver gestalten. Die zweite Herausforderung hängt mit der ersten zusammen. Wir müssen das Vertrauen der Bevölkerung in das Vorsorgesystem stärken, indem wir transparent aufzeigen, wie solide es ist. Dafür müssen wir uns unbedingt weiter öffnen.
Wo sehen Sie AVENA in zehn Jahren?Ich sehe sie als interkantonale, digitale Multiservice-Pensionskasse. Dadurch können wir nicht nur mehr Versicherte, sondern auch mehr Ressourcen und professionelle Kompetenzen mit digitaler Ausrichtung gewinnen. AVENA kann den Anspruch haben, ein wichtiger Vorsorge-Player in der Romandie und der gesamten Schweiz zu sein. Wir profitieren dabei von den vielfältigen Fachkompetenzen der BCV, die diese als Universalbank unter einem Dach vereint. Mit diesem zusätzlichen Know-how können wir den Erwartungen und Bedürfnissen der Versicherten gezielt entsprechen. Ich bin der Meinung, dass AVENA sich künftig nicht auf BVG-Dienstleistungen beschränken, sondern nach dem One-Stop-Shop-Prinzip als zentrale Anlaufstelle für diverse Vorsorgedienstleistungen fungieren wird. Ich denke hierbei unter anderem an die Finanz- und Steuerplanung. Will man die Versicherten wirklich einbinden, muss man ihnen eine komplette Vorsorgeberatung bieten.
>Sylvain Rochat, Geschäftsführer und diplomierter Steuerexperte, Hervest Fiduciaire SA
Warum wollten Sie Teil des Stiftungsrats werden?Ich wollte mich in unserer Vorsorgestiftung engagieren, mitentscheiden können und die berufliche Vorsorge in unserer Firma wirklich mitgestalten. Ausserdem wollte ich mit eigenen Augen sehen, wie eine Vorsorgestiftung funktioniert. Auch wenn ich noch weit vom Ruhestand entfernt bin – ich werde dieses Jahr 33 –, beschäftigt mich die Zukunft der beruflichen Vorsorge. Die Herausforderungen sind umso grösser, gerade weil ich noch relativ jung bin.
Welche Aufgaben haben Sie im Stiftungsrat?Ich bin Mitglied der Ethik- und Strategiekommission, der Immobilienkommission und der Prüfungskommission. In Ersterer treffen wir wichtige Entscheidungen zur Governance der Stiftung, das heisst zu den Grundsätzen, nach denen sie geführt wird. In der Immobilienkommission wirken wir an der Planung und Verwaltung des Immobilienbestandes mit. Die Prüfungskommission tritt für die Genehmigung der Jahresrechnung mit der Revisionsstelle zusammen. Ich nehme an den Sitzungen dieser drei Kommissionen sowie an den Plenarsitzungen des Stiftungsrats teil.
Welche Herausforderungen erwarten Sie?Viele. Wir müssen eine attraktive Rendite für das Stiftungskapital sicherstellen, den Rentenumwandlungssatz unter Berücksichtigung der Lebenserwartung bestmöglich anpassen und gleichzeitig Versicherte, die über wenig Vorsorgekapital verfügen, schützen. Ausserdem müssen wir das Vorsorgekapital der aktiven Versicherten bestmöglich verzinsen, ohne den Deckungsgrad unserer Stiftung zu beeinträchtigen. Dieser Balanceakt ist wichtig, um die Funktionsweise unseres Rentensystems zu gewährleisten, besonders mit Blick auf die jungen Leute, die sich manchmal skeptisch zeigen. Mir ist auch bewusst geworden, dass wir die Versicherten und die Menschen in unserem Umfeld bestmöglich für die Herausforderungen sensibilisieren müssen, vor denen die Vorsorge steht.
Wo sehen Sie AVENA in zehn Jahren?Ich wünsche mir, dass der Versichertenbestand von AVENA kontinuierlich wächst, damit die Stiftung weiterhin gesunde Finanzen ausweisen kann. Als Mitglied der Immobilienkommission hoffe ich ausserdem, dass AVENA die Möglichkeit hat, weitere Renditeliegenschaften zu kaufen, um ihr Immobilienportfolio zu diversifizieren und mithin – durch eine geringere Abhängigkeit von den volatileren Börsenanlagen – an finanzieller Stabilität zu gewinnen.
Das erwartet Sie:
Inhalt
Am Informationsabend für die Versicherten von AVENA - Fondation BCV 2e pilier haben wir die folgenden Punkte angesprochen:
Mit unseren Spezialisten:
Nicolas Colozier, Versicherungsmathematiker bei AVENA – Fondation BCV 2e pilier
Olivier Reymond, Vorsorgespezialist bei der BCV
Der Deckungsgrad liegt bei über 100%.